„le séjour des hommes sur la terre, l´ensemble des êtres et des choses parmi lesquels se passe notre vie.“

Langsam vorwärts tastend erschließen wir uns unsere Welt. Unser enzyklopädisches Wissen von ihr setzen wir, vergleichbar einem Parkett, aus Erfahrenem, Tradiertem, Erträumtem zusammen, und wir bemühen unseren Scharfsinn. Da es sich aus den unterschiedlichsten Aspekten zusammensetzt, halten wir jenes Parkett gemeinhin für ausgesprochen tragfähig. Zweifel sind rar.

Kognitive Prozesse bedürfen nicht zwangsläufig verbalen oder visuellen Denkens, sie existieren auch im rein abstrakten Raum, der irgendwo von unserem Gehirn aufgespannt wird. Selbst Reflexionen über das uns eigene Denken und dessen erneute re-meta-meta-kognitive Untersuchung sind niemandem fremd. Gleichwohl bemühen wir uns fortgesetzt Erkenntnisse zu etwas Visuellem, Verbalem, Hör- oder Ertastbarem kondensieren zu lassen und so wiederum neue Kognition zu schöpfen.

Wenn unser Wissen von der Welt aber bei uns selbst läge und nicht von ihr getragen würde, wenn Welt nicht das Gegenüber ist, das uns fremd bleibt, sondern der Raum dazwischen, jener Raum, in den wir sprechen und in dem wir gehört werden, so wäre es wohl nötig, um nicht in der Einsamkeit völliger Relativierung zu ersticken, unsere Instrumente auf jene Schnittstelle zu richten, an der wir Welt erschließen.Wir hätten uns sonst nichts mehr zu sagen, jeder bliebe bei sich.

Ich bin der Überzeugung, dass sich Kunst in ein solches Unterfangen zu begeben hätte, und jedes Medium erscheint mir hierfür tauglich, das, gleich der Fotografie, jene taktilen Fähigkeiten zur Verfügung stellt, die dafür von Nöten sind. Kunst wäre dann ein Mittel, das diesen Zwischenraum aufgespannt hält.